22.04.2021

Wechsel an der Spitze der Kreishandwerkerschaft Westfalen-Süd


Stefan Simon wird zum 1. Juli 2021 neuer Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Westfalen-Süd. Damit tritt er die Nachfolge von Jürgen Haßler an, der nach rund 45 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand geht.

Stefan Simon folgt zum 1. Juli auf Jürgen Haßler

Kreis Siegen-Wittgenstein/ Kreis Olpe. In der Delegiertenversammlung der Kreishandwerkerschaft Westfalen-Süd, die in diesen Tagen als Videokonferenz stattgefunden hat, wurde Stefan Simon zum neuen Geschäftsführer der Interessenvertretung des heimischen Handwerks gewählt. Damit folgt der 46-jährige Jurist zum 1. Juli 2021 auf Jürgen Haßler, der seinerseits in den wohlverdienten Ruhestand geht.

Auf der Agenda der Online-Delegiertenversammlung stand insbesondere die Wahl eines neuen Geschäftsführers, der ab dem 1. Juli 2021 in die Fußstapfen von Jürgen Haßler treten soll. „Gerne hätten wir diese für die Kreishandwerkerschaft wegweisende Wahl in einer Präsenzveranstaltung durchgeführt. Das ist aber aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklungen nach wie vor leider nicht möglich“, so Kreishandwerksmeister Frank Clemens in seiner Begrüßung. Bereits im Vorfeld hatte der KH-Vorstand Stefan Simon für die Position des künftigen Geschäftsführers vorgeschlagen. Der Jurist ist bereits seit eineinhalb Jahren im Team der Kreishandwerkerschaft und seit Beginn des Jahres auch als stellvertretender Geschäftsführer tätig.

Stefan Simon ist gut gerüstet

Diesen Vorschlag nahmen die Delegierten in der rechtskonformen Online-Wahl einstimmig an und wählten Stefan Simon zum Nachfolger von Jürgen Haßler. Stefan Simon ist verheiratet und Vater eines dreieinhalbjährigen Sohnes. Gemeinsam mit seiner Familie lebt er in Sundern. Für den Posten des Geschäftsführers, den er am 1. Juli 2021 antreten wird, fühlt sich der bodenständige und pflichtbewusste Südwestfale gut gerüstet: In der Vergangenheit war er nicht nur als Anwalt tätig, sondern blickt auch bereits auf 14 Jahre Verbandserfahrung zurück. „Dabei habe ich gemerkt, dass mir die Verbandsarbeit und die damit verbundene Dienstleistung Spaß macht. Ich sehe Dinge gerne in der Entwicklung, arbeite vorausschauend und auch für Zahlen habe ich ein Auge. Besonders wichtig ist mir ein gutes Miteinander. Deshalb arbeite ich sehr gerne mit Ihnen im Ehrenamt zusammen und freue mich auf meine neue Aufgabe. Ich danke Ihnen allen für Ihr Vertrauen. Ich weiß das sehr zu schätzen“, so Stefan Simon, der sich sehr über das eindeutige Votum der Delegierten freut. Auch für Jürgen Haßler hat er lobende Worte: „Ich möchte mich auch ganz herzlich bei Jürgen Haßler bedanken. Er hat mich bisher sehr gut in meine Aufgaben bei der Kreishandwerkerschaft eingeführt, er bindet mich ein und fördert und fordert mich. Dafür bin ich sehr dankbar.“

Schwerpunkte für die Zukunft

Aus seiner bisherigen Erfahrung weiß Stefan Simon, was das heimische Handwerk bewegt und welche Herausforderungen anstehen. „Ich möchte ein besonderes Augenmerk auf die Fachkräftesicherung und die Nachfolge im Handwerk legen, damit die Betriebe auch in Zukunft gut aufgestellt sind und bleiben. Ich lege viel Wert auf die passgenaue Beratung unserer Mitglieder. Außerdem ist mir die Stärkung des Ehrenamts wichtig. Hier müssen junge Menschen motiviert werden, damit sie Freude daran finden, sich für diese wichtigen Aufgaben zu engagieren“, so der 46-Jährige.  Ebenfalls am Herzen liegt Simon die Fortsetzung der guten Öffentlichkeitsarbeit des bisherigen Geschäftsführers Jürgen Haßler.

Jürgen Haßler: 45 Jahre Einsatz für das heimische Handwerk

Mit jedem Neubeginn ist auch ein Abschied verbunden. Der aktuelle Geschäftsführer Jürgen Haßler scheidet nach rund 45-jähriger Tätigkeit für das heimische Handwerk aus und geht in den wohlverdienten Ruhestand. Ein Schritt den Jürgen Haßler zwar geplant, aber ihm dennoch nicht leichtfällt: „Ich bin nicht nur rund 45 Jahre für die Kreishandwerkerschaft tätig, sondern mit dieser und dem heimischen Handwerk auch mit dem Herzen verbunden. Anfang 2008 wurde ich zum verantwortlichen Geschäftsführer unserer Kreishandwerkerschaft gewählt und konnte seit dieser Zeit viele Projekte anstoßen und federführend begleiten. Heute sind wir als Kreishandwerkerschaft Westfalen-Süd zu einer starken Einheit gewachsen, sehr gut aufgestellt und ein gefragter Gesprächspartner in der Region und darüber hinaus. Jahrzehntelang hatte ich viele enge Kontakte zu den Betrieben, kenne deren Gesichter und Historien. Über diese rein geschäftlichen Tätigkeiten hinaus haben sich belebende Bekannt- und auch Freundschaften entwickelt. In all dieser Zeit war ich getragen vom Vertrauen unserer Mitgliedsbetriebe und dem Vertrauen der Vorstände der heimischen Handwerksorganisationen. Dafür bedanke ich mich ganz herzlich. Mir hat die Arbeit immer Spaß gemacht. Deshalb fällt es mir auch nicht leicht, das alles hinter mir zu lassen. Ein bisschen Wehmut ist schon dabei. Ich werde Sie alle vermissen. Aber ich bin mir auch sicher, dass die KH mit dem neuen Kapitän weiterhin gut aufgestellt bleibt. Ihnen, Herr Simon, gratuliere ich zu dem hervorragenden Wahlergebnis und wünsche Ihnen alles erdenklich Gute“, so Jürgen Haßler in seiner Ansprache. Ein virtueller Applaus der Delegierten folgte.

„Wir können einfach nur dankbar sein“

Der stellvertretende Kreishandwerksmeister Karl-Friedrich Bublitz hat rund 40 Jahre mit Jürgen Haßler zusammengearbeitet: „40 gemeinsame Jahre und eine sehr gute Zusammenarbeit. Wir von der Kreishandwerkerschaft können einfach nur dankbar sein.“ Dem schließt sich auch Kreishandwerksmeister Frank Clemens an: „Jürgen Haßler hat sich jahrzehntelang für das Handwerk in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe stark eingesetzt und eine hervorragende Arbeit geleistet. Ich freue mich nun auf die noch kommenden drei Monate mit ihm und hoffe wirklich sehr, dass es im Sommer möglich sein wird, eine Präsenzveranstaltung mit einer gebührenden Verabschiedung und auch Einführung unseres neuen Geschäftsführers zu veranstalten.“

Robert Pal rückt in den Vorstand der Kreishandwerkerschaft auf

Eine weitere Wahl stand auf der Agenda der Delegiertenversammlung: Nachdem Michael Günther aufgrund einer beruflichen Neuorientierung aus dem Vorstand der Kreishandwerkerschaft Westfalen-Süd ausgeschieden war, musste dieser Platz neu vergeben werden. Einstimmig in den Vorstand gewählt wurde Robert Pal. Der 47-jährige aus Freudenberg ist verheiratet und Vater von 4 Kindern. Seit 2019 ist er Obermeister der Kfz-Innung Westfalen-Süd. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit im KH-Vorstand. Denn viele Sachen sind nur gemeinsam zu erreichen und umzusetzen“, so Robert Pal, der sich für das Vertrauen der Delegierten bedankte.